Camino de Santiago 2021 | Der Blog

Sonntag, 4. April:  11,5 km

Samstag 42 km mit dem Ridley Crossbow: Und dann am Sonntag noch einen Lauf mit Fuji-Janina drangehängt. Zu guter Letzt kam dann noch der liebe Nachbar aus der Nachbarschaft und hat mich weiter genötigt und so doch noch die 11 voll gemacht. Zum Nachmittag lecker in Sabinis Garten gegrillt und Hühner bestaunt.

Wegzeichen. Jetzt gehe ich, wandere ich, setzte einen Schritt vor den andern. Immer beginnt der Weg mit einem ersten Schritt. Jetzt bin ich unterwegs. Es hat lange gebraucht, bis ich mich vollends dazu entschlossen hatte. Jetzt habe ich den Weg unter meinen Füßen, ob fester Boden oder schwankende Erde. Und siehe, ich werde getragen

Terradillos de los Templarios
Im 5. Jahrhundert soll es an dieser Stelle eine kleine römische Ansiedlung ohne größeren historischen Wert gegeben haben. Im Mittelalter gehörte das Dorf dem Templerorden, der auch im 12. Jh. nahe dem Dorf unter dem Namen des heiligen Johannes ein Pilgerhospiz unterhielt.[1] Der Jakobsweg selbst soll das Dorf nicht berührt haben, sondern 700 m südlich zwischen zwei nicht mehr existierenden Ansiedlungen verlaufen sein.

Der Templerorden war ein geistlicher Ritterorden, der von 1118 bis 1312 bestand. Seine Mitglieder werden als TemplerTempelritter oder Tempelherren bezeichnet. Sein voller Name lautete Arme Ritterschaft Christi und des salomonischen Tempels zu Jerusalem (lateinischPauperes commilitones Christi templique Salomonici Hierosolymitanis).

Der Ritterorden wurde 1118 im Königreich Jerusalem gegründet. Er war der erste Orden, der die Ideale des adligen Rittertums mit denen des Mönchtums vereinte, zweier Stände, die bis dahin streng getrennt waren. In diesem Sinne war er der erste Ritterorden und während der Kreuzzüge eine militärische Eliteeinheit. Er unterstand direkt dem Papst. Auf Druck des französischen Königs Philipp IV. wurde der Orden nach einem langwierigen, aufsehenerregenden Prozess (Templerprozess) von Papst Clemens V. am 22. März 1312 auf dem Konzil von Vienne offiziell aufgelöst.[1] In der Folge gab es mehrere Organisationen, die sich auf das Erbe des Templerordens bezogen und teilweise noch aktiv sind.

An der Stelle der heutigen Al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg, wo von 530 bis 614 die Basilika St. Maria stand, befand sich bis 1187 das erste Hauptquartier der Tempelritter.

Im Jahre 1307 wurden die Mitglieder des Ordens schließlich der Ketzerei und der Sodomie (im Sinne homosexueller Handlungen) angeklagt. Der Papst war zu dieser Zeit vom französischen König abhängig, daher standen die Chancen des Ordens schlecht. Philipp IV. machte die Sache zur Staatsaffäre. Geschickt setzte er den aus Frankreich stammenden Papst Clemens V., der seinen Amtssitz nach Avignon verlegt hatte, unter Druck und drohte unter dem Vorwand angeblich vorhandener Kinder des Papstes mit einem Ketzerprozess gegen dessen Vorgänger und Mentor Bonifatius VIII., der bis zu seinem Tod infolge des von Philipp IV. initiierten Attentats von Anagni (1303) Papst gewesen war. Auch drohte der König, die Kirche Frankreichs abzuspalten, falls der Papst seine Unterstützung der Templer nicht einstellte, denn stellte sich dieser vor die ketzerischen Templer, könnte er selber in den Ruf geraten, ein Ketzer zu sein.

Templerburg in Ponferrada, Spanien, die im 12./13. Jahrhundert am Rande des Jakobsweges erbaut wurde und auch zum Schutz der Jakobspilger diente

Sonntags-Mood: